Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) geht jetzt sogar von bis zu zwei Prozent Wachstum in diesem Jahr aus, warnte zugleich aber vor Risiken. "Es hängt jetzt von der Politik ab, den Erwartungen zu entsprechen und einen dauerhaften Aufschwung zu schaffen", sagte BDI-Präsident Jürgen Thumann. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte auf der Messe die große Bedeutung des freien Welthandels und wandte sich gegen "alle Anflüge von Protektionismus" in Deutschland und der EU.
Die deutsche Industrie stützt ihre Erwartungen auf drei Faktoren: den Export, die anziehende Binnenkonjunktur und die Reformfähigkeit der großen Koalition. Die Geschäfte im deutschen Maschinenbau, der drittgrößten deutschen Industriebranche, laufen nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) glänzend. Im ersten Quartal 2006 stiegen die Auslandsorder um 13 Prozent. Die Auftragseingänge im Inland erhöhten sich sogar um 22 Prozent. Das könnte für eine "Trendwende" im Inland stehen, sagte VDMA-Präsident Dieter Brucklacher. (dpa/pk)