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| 01:07 Uhr

Halbzeit für Abrissprofis in Jänschwalde

Jänschwalde.. Halbzeit für die Schornstein-Nager im Kraftwerk Jänschwalde (Spree-Neiße): Die Lübbenauer Abrissfirma TVF Thyssen-Veag Flächenrecycling GmbH ist dabei, die drei jeweils 300 Meter hohen Schornsteine des Vattenfall-Kraftwerkes abzutragen.

Jetzt sind Bauarbeiter beim zweiten Schlot in 150 Meter Höhe angekommen. Das teilte TVF-Chef Frank Marczinek mit. Damit wurden 45 000 Tonnen Stahlbeton bewegt. Im Herbst sollen die Abbrucharbeiten am zweiten Schornstein abgeschlossen sein. Der dritte wird im kommenden Frühjahr in Angriff genommen. Im Jahr 2007 soll das Projekt abgeschlossen sein.
Derweil ist das Unternehmen dabei, sich neue Märkte zu erschließen. Es gebe bereits einen Kooperationsvertrag mit einer italienischen Abrissfirma. Außerdem orientiere sich TVF nach Osteuropa, teilte Marczinek mit. Zudem wolle das Unternehmen demnächst über Bau-Messen den amerikanischen Markt erschließen. „Unsere Technologie ist ein Unikat. Damit können wir eine Chance haben“ , so der TVF-Chef. Etwa 5,5 Millionen Euro habe die Entwicklung und Herstellung der Abbruchtechnik gekostet.
Jeweils sieben Männer arbeiten in luftiger Höhe im Zwei-Schicht-System. Dabei fressen sich drei Greifbagger kontinuierlich durch den Stahlbeton. Die Kletterbühne, auf der sich die Abriss-Technik befindet, wird am Tag durchschnittlich um zwei Meter abgesenkt.
Die drei Schornsteine des 3000-Megawatt-Braunkohlekraftwerkes Jänschwalde waren etwa 14 Jahre bis zum Bau einer Rauchgasentschwefelungsanlage 1995 in Betrieb. Eine Sprengung der Schornsteine ist nicht möglich, da sie zu dicht an den laufenden Anlagen stehen. (Eig. Ber./pk)