Grewer zufolge treffe der Vorwurf nicht zu, dass durch die extralangen Lkw die Belastung der Brücken zunehme. Vielmehr sei die Belastung wesentlich niedriger, weil durch die Länge der Fahrzeuge weniger Lkw auf eine Brücke passen würden und weil die höhere Achszahl das Gewicht besser verteile. Die Lang-Lkw schonten damit auch den Asphalt mehr als normal bemessene Lastwagen. Auch eine potenzielle Gefahr für die Autofahrer bei Überholvorgängen sieht Grewer nicht.

Das Kabinett hatte am Mittwoch grünes Licht für den Feldversuch mit Riesen-Lastern gegeben. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagte, es gehe ihm darum, „den Verkehr klug zu organisieren und nicht zu verhindern“. Der Feldversuch gründe „auf einer soliden Basis mit klaren Vorgaben“, so Ramsauer.

Die SPD-Bundestagsfraktion hat mit einer Verfassungsklage gedroht, falls der Bundesrat bei der Entscheidung außen vor bleibt.

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Zum ThemaZustimmende Bundesländer: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt (toleriert), Sachsen, Thüringen, Hessen, Bayern. Versuchsdauer: 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2016. Größtes zulässiges Gesamtgewicht: 44 Tonnen, wie bereits heute im Kombinierten (= Container-) Verkehr erlaubt. Größte zulässige Länge: 25,25 Meter (bisher 18,75 Meter). Fahrer müssen fünf Jahre den entsprechenden Führerschein und mindestens fünf Jahre Berufserfahrung nachweisen. Sie dürfen nicht mehr als drei Punkte in Flensburg haben. Gefährliche Güter und flüssige Ladungen dürfen nicht transportiert werden. dapd/sm