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| 01:04 Uhr

Greenpeace zeigt Supermärkte wegen belastetem Obst an

Hamburg.. Mit Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen mehrere Supermarktketten will die Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen den Verkauf von zum Teil stark mit giftigen Pestiziden belastetem Obst und Gemüse vorgehen.

Fünf Wochen lang hatte die Organisation in einem nach eigenen Angaben bislang einzigartigen Großtest bis Ende Oktober 658 Obst- und Gemüseproben führender Ketten in Deutschland, Österreich und der Schweiz analysiert. In 100 Fällen seien gesetzliche Höchstmengen erreicht oder überschritten worden, sagte Greenpeace-Chemieexperte Manfred Krautter bei der Vorstellung des neuen Einkaufsratgebers "Pestizide aus dem Supermarkt" gestern in Hamburg. 16 Proben seien für Kleinkinder akut gesundheitsschädlich.
Das Ergebnis ließ Greenpeace den Handelsketten gestern zukommen. Laut Krautter verkaufen Lidl und der Metro-Konzern mit seiner Kette Real das am stärksten mit Giftstoffen überzogenen Obst und Gemüse. Am besten habe der österreichische Marktführer Billa von der Rewe-Gruppe abgeschnitten, gefolgt vom deutschen Discounter Aldi. Im Mittelfeld lagen die Vollsortimenter Edeka/Spar, Tengelmann, Rewe und der Regionalanbieter tegut.
In Deutschland decken die untersuchten Ketten den Angaben zufolge zusammen drei Viertel des Lebensmittelmarktes ab. (ddp.vwd/maf)