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| 14:51 Uhr

Merkel zum "Girls' Day"
"Ich selbst habe Physik studiert - mit großer Freude!"

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim "Girls' Day" im vergangenen Jahr (Archiv).
Bundeskanzlerin Angela Merkel beim "Girls' Day" im vergangenen Jahr (Archiv). FOTO: Michael Kappeler/dpa
Berlin. Kanzlerin Merkel bedauert, dass nicht mehr Frauen ein Fach wie Physik oder Mathematik studieren. Sie wirbt deshalb für eine technische Ausbildung - und nennt sich als Beispiel.

Kanzlerin Merkel bedauert, dass nicht mehr Frauen ein Fach wie Physik oder Mathematik studieren. Sie wirbt deshalb für eine technische Ausbildung - und nennt sich als Beispiel.

"Ich selbst habe Physik studiert und das mit großer Freude!", sagte Angela Merkel (CDU) in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. "Und ich darf den jungen Mädchen sagen, wenn sie einen solchen Beruf ergreifen, dann werden sie auch sehr, sehr gute Berufschancen haben."

Leider gebe es bei Mädchen immer noch viele Vorurteile, wenn es darum geht, Studienfächer wie Physik, Mathematik oder Ingenieurwissenschaften zu belegen oder aber technische Berufe zu erlernen, fügte sie hinzu. Diese wolle man unter anderem mit einer Beteiligung des Kanzleramts am "Girls' Day" am kommenden Mittwoch abbauen helfen.

Merkel wies auch darauf hin, dass gleichzeitig der "Boys' Day" stattfindet: "Wir wollen Jungen vertraut machen mit Berufen wie Erzieher oder Krankenpfleger." Es gebe spezielle Unterstützungsprogramme für Jungen, damit auch sie in neue Berufsfelder hineingehen.

Der "Girls' Day" ist ein bundesweiter Aktionstag, der Mädchen bei der Berufsorientierung unterstützen soll. Betriebe, Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit technischen und naturwissenschaftlichen Schwerpunkten öffnen an diesem Tag ihre Türen für den weiblichen Nachwuchs und stellen ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor.

Denn nach wie vor entscheiden sich junge Frauen vornehmlich für typische Frauenberufe. Seit 2011 gibt es analog dazu auch den "Boys' Day", bei dem junge Männer vermeintliche Frauenberufe kennenlernen sollen. Gerade in sozialen Berufen sind männliche Bewerber deutlich unterrepräsentiert.

(wer)