Nachfragen zum Modell gibt es deutschlandweit. Handwerker stellen sich den Anforderungen, die das Leben in einer zunehmend älter werdende Gesellschaft stellt: Pflege- und hilfsbedürftigen Menschen passgenaue Unterstützung zu bieten, damit sie ihr Leben weiter selbst organisieren können. Dafür notwendige Veränderungen in ihrem Lebens- und Wohnumfeld sind das Arbeitsfeld der nach einer Prüfung zertifizierten Gesundheitsdienstleister. Ob als Partner für Alten- und Pflegeheime, Kliniken, die häusliche Krankenpflege, Krankenkassen oder den ganz privaten, individuell Nachfragenden - Handwerker verschiedener Gewerke stehen in abgestimmter Teamarbeit bereit, um Menschen zur Seite zu stehen, die nach Unfällen oder Erkrankungen an den Umbau ihrer Wohnung oder ihres Hauses denken müssen. Und dazu gehört nicht nur die handwerkliche Seite des Umbaus, sondern ein Komplettpaket, das die Finanzierung einschließt. Gesundheitsdienstleister und Bauunternehmer Andreas Schumann aus Doberlug-Kirchhain: "Hier geht es nicht um das Herausnehmen einer Schwelle, hier geht es um Komplettumbauten. Ich schaue mir den jeweiligen Fall vor Ort an, und dann wird eine Checkliste gemacht, welche Hilfe benötigt wird und wie alles finanziert werden kann." Die Investitionsbank des Landes Brandenburg sei der wichtigste Partner, Sozial- und Krankenkassen und in Spezialfällen sogar Stiftungen werden einbezogen. In Einzelfällen werden schon am Krankenbett im Krankenhaus notwendige Arbeiten abgesprochen, erzählt Ellen Lösche.

Jüngster Coup des vernetzten Arbeitens verschiedener Gewerke der Gesundheitsdienstleister in Elbe-Elster: In der Regie und nach Plänen von Andreas Schumann entstand am Pflegeheim des Seniorenzentrums "Albert Schweitzer" in Doberlug-Kirchhain ein speziell die Sinne Demenzkranker ansprechender Garten.