Denn ihr Abwasch wird teurer als der einer Großfamilie. Das jedenfalls ist der logische Schluss aus einer Empfehlung der Initiative "Hausgeräte Plus", die in dieser Woche über die Nachrichtenticker lief. "Geschirrspüler mit großem Volumen arbeiten wirtschaftlicher", heißt es darin. Immerhin gibt der Richtwert, dass großvolumig bis zu 15 Gedecke fassend heißt, eine Orientierung: Wer reichlich Teller und Tassen im Schrank hat, spart mehr. Und zwar ein Viertel Wasser und Strom sowie gut eine Stunde Zeit gegenüber dem Spülen per Hand. Freilich müssen dafür einige Regeln beachtet werden: Nicht unter fließendem Wasser vorspülen, heißt eine. Wer die nicht einhält, versaut sich die Sparbilanz. Und dann reicht das Haushaltsgeld im Zweifel nicht mehr für den Kauf neuer Schüsseln, Gläser und Bestecke, die im Geschirrspüler Schaden nehmen, weil im Zuge der Bequemlichkeit gern im Automaten versenkt wird, was gar nicht hinein gehört. Deshalb empfiehlt die Initiative eine Broschüre, die vor dem Schaden klug macht - wenn sie gründlich gelesen wird.

So viel Zeit muss sein, sagen sich Hausgerätehersteller wie Bauknecht, Bosch, Liebherr, Miele, AEG und Siemens und Energieversorger wie EnBW, Eon, Ewe, RWE und Vattenfall. Sie haben sich mit Fachverbänden zu der Hausgeräte-Initiative zusammengeschlossen und müssen nun auch die Vorzüge der Technik preisen - schließlich leben sie davon, dass diese sich gut verkauft, und dass ohne Strom nichts läuft, oder besser gesagt spült. Routinierte Familien-Etat-Manager und -Managerinnen aber haben längst erkannt, dass all die schöne Ersparnis nur eine gefühlte ist. Seelig grinsend schlagen sie all jenen, die anbieten, was die Welt nicht wirklich braucht, ein Schnippchen - und spülen ihr Geschirr wieder von Hand. Die Zeit, die sie beim Abwasch statt vor dem Fernseher oder Computer verbringen, lässt sich trefflich zum Nachdenken nutzen. So macht Geschirrspülen schlau. Was für ein Gewinn!