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Gasprom steigt bei VNG aus

Leipzig. Der russische Staatskonzern Gasprom sucht einen Käufer für seine Anteile am Leipziger Großversorger Verbundnetz Gas AG (VNG). Die Russen halten an dem Unternehmen 10,52 Prozent. dpa/sm

Gasprom hatte am Montag seine Entscheidung mit fehlenden Einflussmöglichkeiten bei der Leitung von VNG begründet. Das Unternehmen machte bislang keine Angaben darüber, an wen es seine Anteile veräußern will. Der Oldenburger Energieversorger Ewe, der mit 63,69 Prozent an VNG beteiligt und damit Hauptaktionär ist, wollte sich zu den Gasprom-Verkäufen nicht äußern. VNG war am Dienstag zu keiner Stellungnahme bereit. 25,79 Prozent der VNG-Anteile hält ein Zusammenschluss von ostdeutschen Kommunen. Er hat damit eine Sperrminorität und kann etwa die Zerschlagung der VNG oder die Verlegung des Firmensitzes verhindern. VNG importiert Erdgas vorrangig aus Russland und Norwegen und ist der einzige Großkonzern mit Sitz in Ostdeutschland.