Die EU hatte die Charta 1994 unterschrieben, um die Zusammenarbeit mit Russland und den Ländern Osteuropas auf dem Energiesektor zu verbessern. Moskau weigerte sich, das Dokument ohne weitere Änderungen zu unterschreiben.
Die Versorgungssicherheit hänge "nicht nur vom Lieferanten, sondern auch vom Abnehmer ab", fügte Medwedew hinzu. Die Liberalisierung des europäischen Gasmarktes bürde sämtliche Risiken einseitig dem Lieferanten auf. Der britische Handelsminister Alan Johnson sagte dagegen, Russland könne "kein besseres Signal während seiner G-8-Präsidentschaft in diesem Jahr aussenden, als die Energiecharta zu unterzeichnen." Europa werde weiter wichtigster Kunde von Gasprom bleiben. Erklärungen der EU, die Rohstoff-Abhängigkeit von Russland reduzieren zu wollen, seien ein "versteckter Angriff", sagte Medwedew. (AFP/sh)