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| 01:04 Uhr

Funkausstellung künftig jährlich

Berlin.. Die Internationale Funkausstellung (IFA) wird von 2006 an jedes Jahr in Berlin stattfinden. Mit der Abkehr vom Zwei-Jahres-Turnus soll die Position der weltgrößten Branchenschau gegenüber anderen Veranstaltungen gestärkt werden.


Die rasante Marktentwicklung mit zweistelligen Zuwachsraten mache für die Industrie die Präsentation neuer Produkte in kürzeren Abständen erforderlich, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), Rainer Hecker, gestern in Berlin. Die nächste Funkausstellung findet vom 1. bis 6. September 2006 statt.
"Die Dynamik der Branche erfordert einen konsequenten Ausbau des bisher erfolgreichen Konzeptes und eine aktuellere Marktpräsenz", erklärte Hecker. Die IFA sei für die Branche der zentrale Marktplatz in Europa. "Sie kann die Funktion von mehreren kleinen Messen übernehmen. Wir wollen durchaus Kräfte bündeln und als IFA-Veranstalter auch das Heft des Handels in der Hand behalten", betonte Hecker weiter.
"Für den Standort Deutschland ist es gut, wenn die Leitmesse der Welt ihr Profil weiter schärft und es nicht zu einer Zerklüftung kommt", sagte Philips-Deutschlandchef Hans-Joachim Kamp mit Blick auch auf die Cebit in Hannover und die Fotokina in Köln. Die IFA solle auch in Zukunft Schrittmacher der Branche und internationale Leitmesse bleiben.
Treiber des Geschäfts seien Digitaltechnik, hoch auflösendes Fernsehen und Handy-TV. Die Verschmelzung von Telekommunikation, Computertechnik und Konsumelektronik nehme zu, was eine jährliche Funkausstellung besser darstellen könne. Bestärkt worden sei die Branche auch durch eine gute Messe im September. Zur IFA 2005 waren 1200 Aussteller aus 40 Ländern gekommen. Die Entscheidung für einen jährlichen IFA-Rhythmus sei mit internationalen Ausstellern abgesprochen.
Auch international muss die IFA laut Kamp ausgebaut werden. Es gebe vergleichbare große Messen der Branche in Las Vegas und in Tokio, die jährlich stattfinden. (dpa/rb)