Sie aßen 61,1 Kilogramm pro Kopf im Vergleich zu 60,7 Kilo 2004, teilten der Verband der Fleischwirtschaft und der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie gestern in Berlin mit. An der Spitze stand Schweinefleisch mit 39,5 Kilo, im Jahr zuvor waren es 39,3 Kilo. Auch Geflügelfleisch war beliebt: Der Konsum lag bei 10,8 Kilogramm pro Kopf nach 10,6 Kilo im Jahr 2004. Der Verzehr von Rind- und Kalbfleisch stieg von 8,7 auf 8,8 Kilogramm.
Der Trend zum abgepackten Frischfleisch aus Discountermärkten macht der Fleischwirtschaft zu schaffen. Der Anteil von verpacktem Fleisch am Gesamtabsatz habe sich bis 2005 innerhalb von fünf Jahren von 23 auf 43 Prozent fast verdoppelt, hieß es.
2005 hatten mehrere Affären um vergammeltes Fleisch im Handel für Wirbel gesorgt. Der Bundestag beriet in dieser Woche über ein neues Gesetz, das Verbrauchern bei neuen Skandalen Anspruch auf Behördeninformationen bringen soll. Künftig sollen Hersteller und Produkt bei Rechtsverstößen mit Namen genannt werden. SPD, Opposition und Verbände fordern weitergehende Regelungen. (dpa/B.M.)