Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 16,4 Kilogramm Fanggewicht stieg der Konsum 2007 um 5,8 Prozent an. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende des Fischinformationszentrums (Fiz), Jürgen Marggraf, gestern in Hamburg. In Ländern wie Norwegen, Portugal und Spanien werde mit fast 60 Kilogramm aber immer noch weitaus mehr Fisch konsumiert.

Rund 21 Prozent des Gesamtverbrauchs von 1,35 Millionen Tonnen in Deutschland stammen nach Marggrafs Angaben inzwischen aus Aufzuchtanlagen. Der Anteil der Zuchtfische werde angesichts wachsender Nachfrage weiter steigen, weltweit auf bis zu 50 Prozent bis zum Jahr 2050, sagte Marggraf. Deutlich gestiegen ist nach seinen Worten auch die Nachfrage nach Bio-Fisch. Dabei handele es sich nicht um frisch gefangenen Seefisch, sondern gezüchtete Fische.

Besonders beliebt bei den deutschen Konsumenten ist nach Auskunft des Fiz der Alaska-Seelachs (23,6 Prozent Konsumanteil), gefolgt von Hering und Lachs. Danach kommen Thunfisch und Kabeljau. Mit diesen fünf Fischarten würden zwei Drittel des Bedarfs gedeckt. Unter den "Top zehn" habe sich im Vorjahr auch der Pangasius aus Vietnam mit einem Marktanteil von 2,8 Prozent etabliert.

Krebse und Muscheln legten ebenfalls deutlich zu. Insgesamt dominierten Tiefkühlfischprodukte mit einem Marktanteil von 34 Prozent, gefolgt von Fischkonserven und Marinaden (30 Prozent).

"Die Entwicklung des Jahres 2007 hat gezeigt, dass es die deutsche Fischwirtschaft ausgezeichnet verstanden hat, die Wünsche der Verbraucher zu erfüllen", erklärte Marggraf. Um die bestandserhaltende Fischerei weltweit zu fördern, habe die deutsche Fischwirtschaft im August 2008 eine Initiative gestartet, Handel und Verbraucher über Fanggebiete zu informieren. dpa/rb