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Brüssel
Finanzminister machen Weg für Griechenland-Hilfe frei

Das hoch verschuldete Griechenland kann absehbar mit frischen Hilfsmilliarden rechnen. Die Überprüfung des griechischen Spar- und Reformprogramms solle nun abgeschlossen werden, sagte der neue Eurogruppen-Vorsitzende Mario Centeno, zum Treffen der Euro-Finanzminister. Damit könnten zeitnah zwischen sechs und sieben Milliarden Euro an Athen überwiesen werden. "Wir werden uns das aber sehr genau anschauen", sagte Bundesfinanzminister Peter Altmaier.

Das Parlament in Athen hatte zuletzt ein großes Bündel an Reformen gebilligt. Unter anderem ist darin eine Einschränkung des Streikrechts vorgesehen. Das laufende Hilfsprogramm in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro endet planmäßig am 20. August.

Griechenland ist seit 2010 auf internationale Kredite angewiesen. Im Gegenzug muss die Links-Rechts-Regierung von Alexis Tsipras einschneidende Reformmaßnahmen umsetzen. Das Wirtschaftswachstum hatte zuletzt wieder zugelegt. Allerdings türmt sich trotz aller Bemühungen nach wie vor ein Schuldenberg von etwa 180 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Auch der Arbeitsmarkt erholt sich etwas, dennoch hat Griechenland mit 19,5 Prozent noch immer die höchste Erwerbslosenquote in der EU.

(dpa)