Diese alten Fenster trügen zur Energieverschwendung bei und schadeten dem Klima. Vor allem gewerbliche Vermieter sollten die Schaufenster ihrer Ladengeschäfte austauschen. "Wer 40 Quadratmeter Schaufensterfläche ersetzt, spart etwa 2400 Liter Heizöl im Jahr", sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Fenster- und Fassadenhersteller, Ulrich Tschorn, gestern in Berlin.

Viele Vermieter scheuten den Einbau moderner Fenster, weil sie die Kosten nur bedingt auf die Miete umlegen können. Tschorn schlug vor, dass sich Vermieter und Mieter die Investitionen teilen. "Nach vier bis sechs Jahren rechnet sich das für beide Seiten."

Viele Händler und Verbraucher unterschätzten die Energieverluste durch undichte Fenster: "Von der Energiebilanz ist das so, als ob Sie neue Fenster mit einem tennisballgroßen Loch einbauen", sagte Tschorn. Der Verband forderte die Bundesregierung auf, die Förderprogramme für die CO2-Gebäudesanierung auszuweiten. Auch der von der Union vorgeschlagene höhere Steuer-Bonus bei Handwerkerleistungen sei richtig: "Aber 25 Prozent sind zu wenig, da haben Sie gerade mal etwas mehr als die Mehrwertsteuer gespart.

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Die mehr als 7000 deutschen Fensterbauer setzten im Jahr 2007 mit knapp 100 000 Beschäftigten rund 8,5 Milliarden Euro um. Im laufenden Jahr wollen sie die Produktion um 300 000 auf 11,9 Millionen Fenster erhöhen.

Heute findet in Berlin ein Zukunftskongress des Verbandes statt. dpa/B.M.