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| 16:12 Uhr

EU-weite Umfrage
Fast alle Deutschen halten Unterschiede beim Einkommen für zu hoch

FOTO: dpa, abu;cse
Brüssel. Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen hält die Einkommensunterschiede im Land für zu groß. Wie aus am Montag veröffentlichten Umfragedaten der EU-Kommission hervorgeht, sind in der Bundesrepublik neun von zehn Menschen (92 Prozent) dieser Meinung.

Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen hält die Einkommensunterschiede im Land für zu groß. Wie aus am Montag veröffentlichten Umfragedaten der EU-Kommission hervorgeht, sind in der Bundesrepublik neun von zehn Menschen (92 Prozent) dieser Meinung.

In der EU halten demnach lediglich in Portugal noch mehr Bürger die Einkommensunterschiede in ihrem Land für zu hoch (96 Prozent). Am niedrigsten sind die Werte in den Niederlanden (59 Prozent) und in Dänemark (63 Prozent).

Vergleichsweise zufrieden zeigten sich die Deutschen in der Umfrage hingegen mit der Chancengerechtigkeit. So waren immerhin sieben von zehn Befragten der Meinung, dass sie die gleichen Chancen haben voranzukommen wie andere Bürger. In Griechenland stimmten dieser Aussage beispielsweise nur 18 Prozent zu.

Trotz der Flüchtlingskrise sind in Deutschland vergleichsweise viele Menschen der Ansicht, dass Zuwanderung eine gute Sache ist. Dieser Aussage wurde in der Bundesrepublik von 46 Prozent der Befragten unterstützt, während der EU-Schnitt nur bei 39 Prozent lag. Die geringste Unterstützung für Zuwanderung gibt es demnach in Griechenland (10 Prozent), der Slowakei (11 Prozent) und Bulgarien (12 Prozent), die größte in Schweden (69 Prozent), Irland (68) und Luxemburg (63 Prozent).

Der Eurobarometer Spezial 471 "Gerechtigkeit, Ungleichheit und Intergenerationenmobilität" wurde in Form persönlicher Befragungen vom 2. bis 11. Dezember 2017 durchgeführt. Insgesamt wurden 28.031 Personen in den 28 Mitgliedstaaten der EU befragt

(felt)