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Weitere Aktionen geplant
Fast 26.000 NRW-Metaller im Warnstreik

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben am Mittwoch erneut Tausende Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen die Arbeit niedergelegt. Nach Angaben der IG Metall beteiligten sich fast 26.000 Metaller aus 178 Betrieben an Warnstreikaktionen.

Schwerpunkte seien Wuppertal, Recklinghausen und Hellenthal in der Eifel gewesen. Die Warnstreiks sollen auch am Donnerstag fortgesetzt werden. Dann beginnt die dritte Verhandlungsrunde für die 3,9 Millionen Metaller in Deutschland in Böblingen bei Stuttgart. In Nordrhein-Westfalen wird am 18. Januar weiter verhandelt.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und die Option, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Schichtarbeiter, Eltern kleiner Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollten einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren. Die Arbeitgeber lehnen dies ab. Sie bieten zwei Prozent mehr Lohn plus eine Einmalzahlung.

Die Gewerkschaft hat bereits angedroht, die Streikaktionen auszuweiten, sollten sich die Arbeitgeber nicht bewegen. Die IG Metall könne bereits Ende Januar die Warnstreiks mit der Beteiligung von dann bis zu 90.000 Beschäftigten deutlich verschärfen, hatte der NRW-Bezirksvorsitzende Knut Giesler gesagt. Die Beschäftigten in den Betrieben seien "stinksauer".

(oko)