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| 02:40 Uhr

Fahrradhersteller Mifa muss massiv schrumpfen

Sangerhausen. () Der insolvente Fahrradbauer Mifa mit aktuell 520 Mitarbeitern in Sangerhausen wird massiv schrumpfen. "Nach derzeitigem Stand erlaubt die Auftragslage nur die Weiterbeschäftigung von rund der Hälfte der Arbeitnehmer", teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Montag mit. dpa/sm

Zuvor hatte er am Morgen gemeinsam mit der Mifa-Geschäftsführung die Belegschaft informiert.

Es liefen schon Gespräche mit dem Betriebsrat über Sozialplan und Sozialauswahl. Geprüft werde eine Transfergesellschaft, um betroffene Mitarbeiter auf der Suche nach neuen Arbeitsplätzen zu unterstützen. Die mögliche Dauer einer solchen Transfergesellschaft sei noch offen, das Land Sachsen-Anhalt wäre nicht involviert.

Ende Februar läuft das Insolvenzgeld für die Beschäftigten aus. Der Fahrradbauer mit einer 100-jährigen Tradition hatte Anfang Januar zum zweiten Mal binnen knapp zweieinhalb Jahren Insolvenz anmelden müssen. Die Suche nach einem Investor läuft.

Flöther sagte, er führe Verhandlungen mit einer Reihe von Interessenten. Er hoffe auf einen erfolgreichen Abschluss im Frühjahr. Ziel sei, den Geschäftsbetrieb und die verbliebenen Arbeitsplätze langfristig zu sichern.

Wichtig sei, dass Mifa nach der Insolvenzeröffnung kostendeckend arbeite. "Sonst müsste die Mifa ihren Geschäftsbetrieb sofort einstellen."

Unterdessen ist der Umzug der Fertigung in die neuen Werkhallen den Angaben zufolge weitgehend abgeschlossen. In dieser Woche werde die Produktion kleinerer Stückzahlen anlaufen. Die Fertigung in größerem Umfang werde aber noch Wochen dauern. Teile seien mit Verzögerung bestellt worden. In den Wochen seit dem Insolvenzantrag im Januar sei es der Mifa-Bike GmbH gelungen, mehrere Kunden zu halten.