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| 08:57 Uhr

Brüssel
Facebook: Europa von Skandal eventuell nicht betroffen

Brüssel. Facebook erklärt in einer überraschenden Kehrtwende, dass vom Datenskandal um Cambridge Analytica möglicherweise überhaupt keine Nutzer in Europa betroffen gewesen seien. Nach Angaben des Cambridge-Professors Aleksandr Kogan, der die Informationen an die Datenanalyse-Firma weitergab, sei es bei dem Deal nur um Mitglieder aus den USA gegangen. "Wir haben keine Beweise dafür gesehen, dass Kogan mit ihnen Daten über europäische Nutzer geteilt hat", erklärte Facebook nun in nachgereichten Antworten auf Fragen aus der Anhörung von Firmenchef Mark Zuckerberg im Europaparlament am Dienstag. Dieser traf sich unterdessen auch mit Frankreichs Präsident Emanuel Macron.

Facebook erklärt in einer überraschenden Kehrtwende, dass vom Datenskandal um Cambridge Analytica möglicherweise überhaupt keine Nutzer in Europa betroffen gewesen seien. Nach Angaben des Cambridge-Professors Aleksandr Kogan, der die Informationen an die Datenanalyse-Firma weitergab, sei es bei dem Deal nur um Mitglieder aus den USA gegangen. "Wir haben keine Beweise dafür gesehen, dass Kogan mit ihnen Daten über europäische Nutzer geteilt hat", erklärte Facebook nun in nachgereichten Antworten auf Fragen aus der Anhörung von Firmenchef Mark Zuckerberg im Europaparlament am Dienstag. Dieser traf sich unterdessen auch mit Frankreichs Präsident Emanuel Macron.

Klarheit solle eine Überprüfung der Computer-Systeme von Cambridge Analytica bringen. Zuvor hatte Facebook noch geschätzt, dass mehrere Millionen Mitglieder in Europa betroffen sein könnten.

Einer direkten Antwort auf die Frage, ob europäische Nutzer für den Datenabfluss an Cambridge Analytica finanziell entschädigt werden könnten, wich Facebook unterdessen aus und verwies darauf, dass davon definitiv keine Bankdaten betroffen gewesen seien.

Das soziale Netzwerk veröffentlichte die Antworten auf insgesamt 18 konkrete Fragen rasch nach der scharfen Kritik an der Anhörung. In den schriftlichen Antworten lehnte es Facebook unter anderem ab, zu versprechen, keine Daten mit der Chat-App WhatsApp auszutauschen.

Bei vielen Antworten verwies Facebook auf bereits bekannte Stellungnahmen. Zur Erfassung von Daten von Nicht-Mitgliedern hieß es etwa, einige Informationen für die Sicherheit würden benötigt. Facebook erstelle aus Daten von Nicht-Mitgliedern keine Profile und sie könnten erfragen, welche Informationen das Online-Netzwerk über sie habe. Zugleich hieß es, Nicht-Mitglieder könnten per Werbung dazu ermutigt werden, sich bei Facebook anzumelden.

Um das Sammeln einiger Daten von Internet-Nutzern, die keine Facebook-Mitglieder sind, gab es immer wieder Streit mit europäischen Datenschützern.

(dpa)