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| 10:08 Uhr

New York
Facebook-Chef entschuldigt sich

New York. Nach dem Datenskandal sollten Nutzer ihre Einstellungen überprüfen.

Nach dem Datenskandal sollen Nutzer ihre Einstellungen überprüfen.

Facebook informiert seit gestern 87 Millionen Nutzer, die Opfer des Datenskandals um die Firma Cambridge Analytica geworden sein könnten. Allein in den USA seien mehr als 70 Millionen Nutzer betroffen, erklärte der Konzern, in Deutschland 310.000.

Wer erhält die Nachricht? Wenn Sie auf Ihrer Facebook-Seite die Nachricht erhalten, bedeutet dies, dass Ihr Profil betroffen gewesen ist. Aktuell hat das aber keine Konsequenzen, denn der Verstoß liegt in der Vergangenheit. Cambridge Analytica soll sich Nutzer-Daten beschafft und ausgewertet haben, um die US-Wahl 2016 zu beeinflussen. Cambridge Analytica stand in Verbindung zu Trumps Wahlkampfteam.

Was können Betroffene tun? Apple-Mitgründer Steve Wozniak schließt sein Facebook-Konto. Facebooks Profite basierten auf Informationen der Nutzer, aber diese bekämen nichts davon zurück, kritisierte er. Wer sich anders als Wozniak nicht abmelden möchte, sollte seine Einstellungen überprüfen. Nutzer haben die Möglichkeit, in der Desktop-Version von Facebook unter "Einstellungen" den Zugriff von fremden Apps und Internetseiten einzuschränken. Unter "Apps und Webseiten" kann man definieren, welchen Apps man Zugriff auf das Facebook-Konto erlaubt, und ob man möchte, dass Webseiten und Spiele Zugriff auf die Profildaten erlangen.

Was tut die Politik? Heute soll Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor einem Kongress-Ausschuss aussagen. Er will um Entschuldigung bitten. Man habe nicht genug getan, um Schaden abzuwenden, schrieb Zuckerberg vorab. "Es war mein Fehler. Es tut mir leid. Ich habe Facebook gegründet, ich leite die Firma und ich bin verantwortlich für das, was hier passiert ist". Die Facebook-Aktie legte zu. Die Generalstaatsanwälte von 37 US-Bundesstaaten ermitteln.

(hebu/heif)