Eine App fürs Smartphone, die Freizeitnäherinnen das Hobby erleichtert. Auftragsschweißen mit verschiedenen Schweißverfahren als Dienstleistung. Oder ein Schauwerk mit Erlebniscafé sowie Baumkuchen- und Eismanufaktur. Das sind drei von 28 Geschäftsideen, die 2019 für den Lausitzer Existenzgründer-Wettbewerb (Lex) eingereicht wurden. „Auch in diesem Jahr haben wir qualitativ hochwertige Geschäftspläne aus den unterschiedlichsten Branchen erhalten“, erklärt Vorstandsvorsitzender Markus Binder, dessen Wirtschaftsinitiative Lausitz (WiL) den Wettbewerb 2004 zum ersten Mal ausgelobt hatte. „Neben den fundierten Geschäftskonzepten haben uns die überaus kreativen und innovativen Geschäftsideen beeindruckt.“ Binder verweist auf 729 Geschäftsideen im Laufe der Jahre. Daraus seien 334 Firmengründungen entstanden und mehr als 1100 Arbeitsplätze geschaffen worden. „Junge Unternehmen sind ein Aushängeschild für die Lausitz“, fügt Binder hinzu. Sie seien ein Mosaikstein für die Vielfältigkeit der Region und in Zeiten der Strukturentwicklung positive Signale. Ins Finale des Lex-Wettbewerbes haben es nach der Prüfung durch eine Fachjury fünf Gründerkonzepte geschafft. Das Geheimnis, wer die Lex-Trophäe 2019 gewinnt, wird am 13. November in Cottbus gelüftet. Die fünf Nominierten sind:

Hinter Amtastic aus Cottbus stecken die BTU-Absolventen Andreas Neumann, Marco Lubosch, Mario Pietzig und Jens Wasielewski. Sie gehen bei Auftragsschweißarbeiten mit verschiedenen Schweißverfahren mit einer selbst entwickelten Software über den Druck von 3D-Bauteilen hinaus. Das Team der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieure will künftig vom Kunden verlangte Bauteile abscannen und originalgetreu anfertigen..

Ein „Mindestens“-Restaurant soll ein nachhaltiges Angebot in Cottbus werden, das genießbare Lebensmittel verarbeitet, die nach Ablauf ihres Mindesthaltbarkeitsdatums sonst in den Müll geworfen werden. „Wir werden einen Lebensmitteltechniker und zwei sehr flexible Köche an unserer Seite haben“, sagt Clara Galle, die mit Ricardo Vetter gegen Lebensmittelverschwendung aktiv sein will. Das Restaurant soll zudem mit aufgearbeiteten Möbeln, die sonst auf dem Müll gelandet wären, eingerichtet werden.

Die Pattarina GmbH Cottbus von Dr. Nora Baum und Markus Uhlig will fünf Millionen FreizeitnährInnen allein in Deutschland von der „Last“ der Schnittmusterbögen befreien. Die beiden IT-affinen BTU-Absolventen haben eine App entwickelt, mit der Schnittmuster präzise auf den Stoff übertragen werden können. 10 000 Downloads und Kontakte zu einer Reihe von Schnittmuster-Designern sind erste Erfolge.

Mit dem Schauwerk in Altdöbern will Marie Staude ein Erlebniscafé mit nachhaltig aufgebautem Backwarenverkauf sowie einer Baumkuchen- und Eismanufaktur aufbauen. In der gläsernen Manufaktur, in der Kunden mitmachen können, sollen zugleich 150 Jahre Backtradition fortgesetzt werden. Das ehemalige Landkaufhaus Altdöbern wird für das Projekt umgestaltet.

Wer bei Zunderwear Cottbus von Kerstin Zunder Unterwäsche anfertigen lässt, der hat nach Aussage der Gründerin ein passgenaues Unikat. Die gelernte Mode- und Dessousdesignerin stellt Unterwäsche her, die in Verbindung von Design und gesundheitlichen Aspekten individuell an die Kunden angepasst wird. Die Produktlinie unterteilt sich in Medi-, Korsagen-, Lingerie- und Sport-Line.