Von den 332 Männern und Frauen, die zum 1. September 2007 in die Transfergesellschaft gewechselt waren, seien binnen eines Jahres 267 in Arbeit vermittelt worden, erklärte Projektkoordinatorin Anke Kutzer gestern während der Abschluss-Pressekonferenz. Insgesamt liege die Vermittlungsquote bei knapp 83 Prozent, so Kutzer.

"Als Samsung in der Lausitz dicht gemacht hat, hieß es: ,In der Region um Tschernitz gehen die Lichter aus.' Das ist beileibe nicht so gekommen", betonte Siegfried Backes, Chef der Berliner Personaltransfer GmbH. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Lausitzer Partner, der Wirtschaftsentwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH (Wequa) aus Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz), und der Agentur für Arbeit Cottbus daran gearbeitet, die ehemaligen Samsung-Beschäftigten wieder in Lohn und Brot zu bringen. Dies sei erfolgreich gelungen, so das Fazit.

Für die meisten der ehemaligen Fernsehglas-Hersteller hätten sich Chancen in der Region ergeben. Den Angaben zufolge haben 226 Menschen einen neuen Arbeitsplatz bei brandenburgischen beziehungsweise sächsischen Betrieben gefunden. Allein für 131 von ihnen ist ihr alter Arbeitsort auch ihr neuer: Sie sind von der Glasmanufaktur Brandenburg eingestellt worden, die seit Kurzem in den ehemaligen Samsung-Hallen Solarglas für Fotovoltaikanlagen produziert. Etliche Fachkräfte hätten auch bei Unternehmen wie den Forster Kabelspezialisten Ernst & Engbring Brandenburg, dem Büroartikel-Hersteller Falken Office in Peitz, den Solarfirmen Conergy und First Solar in Frankfurt (Oder) sowie der Guardian Flachglas GmbH in Thalheim bei Wolfen Arbeit gefunden.

Insgesamt hätten nur 43 frühere Samsung-Mitarbeiter nicht vermittelt werden können, so Kutzer. Sie hofft, dass einige von ihnen noch Jobs bei der neuen Precision Coating GmbH in Forst oder einem geplanten Glaswerk bei Magdeburg finden.

Die Samsung Corning Deutschland GmbH hatte im Juli 2007 das Aus für die Fernsehglasproduktion im Spree-Neiße-Kreis bekanntgegeben. Wegen der steigenden Nachfrage nach LCD- und Plasma-Fernsehgeräten war der Absatz der Tschernitzer Glasteile ab dem Jahr 2000 stark eingebrochen.Eig. Ber./ck