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| 10:03 Uhr

Berlin
Europäer wollen neuen Kampfjet bauen

Exklusiv | Berlin. Dassault und Airbus arbeiten an Nachfolgern für den Eurofighter und die Rafale.

Dassault und Airbus arbeiten an Nachfolgern für den Eurofighter und die Rafale.

Die Flugzeugbauer Airbus und Dassault Aviation arbeiten bei dem geplanten neuen europäischen Kampfjet und weiteren Rüstungsprojekten zusammen. Dazu hätten beide Firmen eine Absichtserklärung zum "Future Air Combat System" (FCAS) unterzeichnet, erklärten Dassault-Chef Eric Trappier und der für Rüstung zuständige Airbus-Manager Dirk Hoke. Das FCAS-Programm soll ein Kampfflugzeug, Drohnen sowie Kommunikationsinfrastruktur umfassen. Nun warteten die Unternehmen darauf, dass sich Deutschland und Frankreich auf Details einigten und diese bekannt geben. Bei der Eröffnung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin unterstrich Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung der deutsch-französischen Zusammenarbeit.

Die Messe sei erstmals gemeinsam organisiert worden, sagte Merkel. Vor allem im Verteidigungsbereich arbeiteten beide Länder eng zusammen. "Wir beschaffen gemeinsam Luftfahrzeuge, wir bilden gemeinsame Staffeln, wir führen gemeinsame Auslandsmissionen durch", sagte Merkel. "Von daher ist es nur konsequent, wenn wir auch Ausbildung und Betrieb gemeinsam gestalten." Beide Länder sorgten dafür, dass die Idee einer europäischen Verteidigungsunion mit mehr Leben erfüllt werde. Zuvor war aus Bundeswehrkreisen bekannt geworden, dass sich Deutschland und Frankreich grundsätzlich auf die Kernaufgaben des neuen gemeinsamen Kampfjets verständigt haben, der langfristig den Eurofighter von Airbus beziehungsweise die Rafale von Dassault ablösen soll.

Deutsche Hersteller können sich über weitere lukrative Aufträge freuen: Im Wettbewerb um einen milliardenschweren Auftrag der Luftwaffe nimmt der US-Konzern Boeing bei seinem Modell H-47 Chinook deutsche Partner an Bord. Die zehn Unternehmen sollen bei der Auslieferung, Wartung und beim Training zum Zuge kommen, sollte die Bundesregierung Boeing einen Auftrag erteilen, hieß es auf der Luftfahrtmesse, die am Wochenende auch für das Publikum öffnet.

(RP)