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| 11:31 Uhr

Milliardenschwere Übernahme
EU erlaubt Bayer-Monsanto-Deal unter Auflagen

Bayer-Logo in Leverkusen (Archivbild).
Bayer-Logo in Leverkusen (Archivbild). FOTO: Bayer
Exklusiv | Brüssel. Die EU-Kommission genehmigt die Übernahme von Monsanto durch Bayer, stellt allerdings Bedingungen: Demnach muss der Konzern aus Leverkusen milliardenschwere Zusagen einhalten.

Der Leverkusener Konzern will den US-Konkurrenten für mehr als 60 Milliarden US-Dollar (etwa 51 Milliarden Euro) kaufen. Bayer würde damit zum größten Saatgut- und Pflanzenschutzkonzern der Welt aufsteigen.

Kritiker - wie etwa Öko-Landwirte und Grünen-Politiker - warnten bereits vorher vor einer zu großen Marktmacht des neuen Agrarriesen. Sie werfen dem umstrittenen US-Unternehmen zudem rüde Geschäftspraktiken vor.

Die EU-Kommission genehmige die Übernahme, weil die wettbewerbsrechtlichen Bedenken durch Zusagen von Bayer "vollständig ausgeräumt würden, teilte Margrethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerbspolitik, mit. Allerdings müsse sich der Konzern von Geschäftstätigkeiten im Wert von mehr als sechs Milliarden Euro trennen.

Dadurch werde sich die Anzahl der Unternehmen, die auf den Märkten für Saatgut, Pflanzenschutz und digitale Landwirtschaft durch die Monsanto-Übernahme nicht verringern, teilte Vestager weiter mit. "Nur reger Wettbewerb kann nämlich dafür sorgen, dass die Landwirte zu erschwinglichen Preisen verschiedene Saatgutsorten und Pflanzenschutzmittel kaufen können."