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Ingolstadt und Neckarsulm
Erneut Razzien in Audi-Werken wegen Abgas-Affäre

Gelände des Audi-Werks in Neckarsulm in Baden-Württemberg (Archivbild vom 30.05.2016).
Gelände des Audi-Werks in Neckarsulm in Baden-Württemberg (Archivbild vom 30.05.2016). FOTO: dpa, dc jhe bwe
Seit Dienstagmorgen lässt die Staatsanwaltschaft München II Geschäftsräume in der Zentrale der VW-Tochter Audi in Ingolstadt und im Werk Neckarsulm durchsuchen. Die Razzien stehen im Zusammenhang mit der Abgas-Affäre.

18 Staatsanwälte und Beamte der beiden Landeskriminalämter Bayern und Baden-Württemberg seien dabei im Einsatz, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Zuvor hatte der Rechercheverbund von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR berichtet.

Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft wurde auch eine Privatwohnung in Baden-Württemberg durchsucht. Im Fokus der Ermittler stehe auch der Einsatz von technischen Vorrichtungen zur Manipulation von Abgaswerten in V6-3-Liter-Dieselmotoren, die für den europäischen Markt bestimmt waren, hieß es. Schon im März vergangenen Jahres hatte es wegen der Abgas-Affäre Razzien bei Audi gegeben.

Zum Verkauf von manipulierten Diesel-Fahrzeugen auf dem US-Markt würden inzwischen 14 Personen als Beschuldigte geführt, hieß es. Darunter seien aber keine aktuellen oder ehemaligen Audi-Vorstandsmitglieder. Der Tatverdacht des Betrugs und der strafbaren Werbung beziehe sich derzeit auf Dieselmotoren in mindestens rund 210 000 Fahrzeugen, die seit 2009 auf dem europäischen und dem US-amerikanischen Markt ausgeliefert wurden.

(oko)