Die für heute angekündigte Entscheidung des Aufsichtsrates derProjektplanungsgesellschaft (PPS) zur Privatisierung der BerlinBrandenburger Flughafenholding (BBF) und damit zum Verkauf derFlughäfen Tegel, Tempelhof sowie Schönefeld ist auf unbestimmteZeit verschoben worden, wie ein Sprecher desBundesverkehrsministeriums gestern eingestehen musste.
Der PPS-Aufsichtsrat sollte ursprünglich dasPrivatisierungsangebot bewerten, das zwischen dem Konsortium ausder Immobiliengesellschaft IVG und dem Baukonzern Hochtief sowieden BBF-Gesellschaftern Berlin, Brandenburg und Bund ausgehandeltworden ist. Die Gesellschafter hatten am 7. Februar allerdingserklärt, dass es zu keiner Einigung über die Verteilung derfinanziellen Risiken gekommen sei. Sie vermieden es aber, voneinem Scheitern der Verhandlungen zu sprechen (die RUNDSCHAUberichtete). Eine solche Entscheidung obliege dem Aufsichtsratder staatlichen Projektplanungsgesellschaft, hieß es.
Mit dem Konsortium aus IVG und Hochtief war bereits imvergangenen Jahr eine Absichtserklärung ausgehandelt worden.Danach sollte die Flughafenholding für 290 Millionen Euro an dieInvestoren verkauft und Schönefeld in privater Regie fürinsgesamt rund 1,7 Milliarden Euro ausgebaut werden.
Am Abend gab es eine weitere Überraschung: Chef-Planer MichaelPieper verlässt die PPS. Inoffiziell hieß es, dass dasBewerberkonsortium eine Vergaberüge eingereicht hat. Ein neuesAngebot sei nicht vorgelegt worden. Dies dürfte auch der wahreGrund für den plötzlichen Abgang Piepers sein. (Eig.Ber./sm/mü)