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| 02:35 Uhr

enviaM setzt auf intelligente Zähler

Der ostdeutsche Energieversorger enviaM schließt 2015 mit gestiegenem Absatz bei Strom mit konstanten und Gas mit steigenden Kundenzahlen ab. Gewachsen ist auch der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien – auf rund 85 Prozent.
Der ostdeutsche Energieversorger enviaM schließt 2015 mit gestiegenem Absatz bei Strom mit konstanten und Gas mit steigenden Kundenzahlen ab. Gewachsen ist auch der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien – auf rund 85 Prozent. FOTO: dpa
Cottbus. Für den ostdeutschen Energieversorger enviaM steht in diesem Jahr eine digitale Offensive ins Haus. Es geht um den großflächigen Einbau von intelligenten Stromzählern. Damit soll der Kunde Strom sparen, ihn effektiv und kostengünstig einsetzen können. Christian Taubert

Der ostdeutsche Energieversorger enviaM stellt im Jahre 2016 die Weichen für die Digitalisierung der Energiewende in Ostdeutschland. "Wir bereiten uns intensiv auf die ab 2017 geplante Einführung intelligenter Zähler und Messsysteme vor", betont enviaM-Vorstandsvorsitzender Tim Hartmann bei der Präsentation der Jahresbilanz 2015 des Unternehmensverbundes am Dienstag in Leipzig und Cottbus. Hartmann macht kein Hehl daraus, dass Erzeugung und Verbrauch im Netz intelligenter und effizienter gesteuert werden müssen. "Der Kunde steht dabei im Mittelpunkt unserer Aktivitäten", erklärt er.

Zunächst will enviaM ein Pilotprojekt gründlich vorbereiten, wofür 500 Haushalte gewonnen werden sollen. Dabei könne es keinen Blitzstart geben, weil erstens die Bürger mitgenommen werden müssten.

Und zweitens gebe es jene digitalen Zähler, deren Anwendungen vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind, noch gar nicht. Auch der Vertrieb der enviaM-Gruppe verspricht sich von der Digitalisierung neue Impulse.

"Die intelligenten Messsysteme sind eine perfekte Ergänzung zur intelligenten Haussteuerung", verdeutlicht Andreas Auerbach, enviaM-Vorstand Vertrieb. Im Zusammenspiel mit zeit- und lastvariablen Tarifen würden so Energieverbrauch und -kosten gesenkt. Mit im Boot sitzen bereits 40 ostdeutsche Stadtwerke, die sich in einer gemeinsamen Anwendergemeinschaft zusammengeschlossen haben.

Die enviaM-Gruppe zieht für das Geschäftsjahr 2015 eine positive Bilanz. Der Strom- und Gasabsatz sei gestiegen. Es gebe konstante Kundenzahlen im Strom- und steigende Kundenzahlen im Gasbereich. Fortschritte macht die enviaM-Gruppe auch beim Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Der Unternehmensverbund investierte 2015 rund 50 Millionen Euro in Windparks, so in Briesensee (Dahme-Spreewald). Die Inbetriebnahme eines weiteren Windparks in Kolkwitz (Spree-Neiße) sei in diesem Jahr vorgesehen.

Die Umsatzerlöse der Gruppe beliefen sich auf 4,99 Milliarden Euro (2014: 4,79 Milliarden). Die Investitionen legten auf 185,3 Millionen Euro (2014: 158,9 Millionen) zu. Die Zahl der Mitarbeiter der enviaM-Gruppe stieg auf 3471 (2014: 3454).

Nach einer Studie des Forschungs- und Beratungsinstituts Conoscope, Leipzig, leiste der Unternehmensverbund 2015 rund 1,6 Milliarden Euro Wertschöpfung und garantiert mehr als 16 000 Arbeitsplätze in der Region.