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EnviaM-Chef fordert Entlastung von hohen Netzentgelten im Osten

Chemnitz. Der EnviaM-Vorstandsvorsitzende Tim Hartmann fordert die Bundesregierung auf, bei den anstehenden Neuregulierungen des Strommarktes für eine Entlastung Ostdeutschlands von überdurchschnittlich hohen Netzentgelten zu sorgen. Außerdem müssten die Investitionsbedingungen verbessert und die besondere Belastung der regionalen Verteilnetzbetreiber berücksichtigt werden. sim

An die Netze regionaler Versorger wie der EnviaM seien 90 Prozent der Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie angeschlossen, so Hartmann. Das verursache hohe Kosten für den Ausbau der Netze sowie für das Netz- und Systemsicherheitsmanagement. Dieser Sachverhalt sei bei den anstehenden Neuregulierungen "angemessen zu berücksichtigen".

Der für die Energiewende nötige Netzausbau sei auch wesentlich dafür mit verantwortlich, dass die Netzentgelte im Osten 40 Prozent höher lägen als im Altbundesgebiet, was zwangsläufig zu höheren Strompreisen führe. Die von der Politik vorgeschlagene Einführung eines bundesweit einheitlichen Netzentgeltes lehnt Hartmann ab: "Damit würden die Bürger der neuen Länder nun auch den bevorstehenden Ausbau in den alten Ländern mitbezahlen." Hartmann schlägt vor, die Betreiber von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie an den Netzausbaukosten zu beteiligen.