Der Gesamtbetriebsrat von Brau und Brunnen und die Geschäftsführung der Hassia-Gruppe verständigten sich auf einen Sozialplan, wurde gestern mitgeteilt.
33 der 95 Mitarbeiter sollen in Niederlichtenau bei Chemnitz weiter beschäftigt werden, wo das "Margon" von 2006 an abgefüllt wird. Hassia hatte Margon-Mineralwasser mit Brau und Brunnen im Juli übernommen.
Dem Sozialplan zufolge wird den übrigen Mitarbeitern neben einer Abfindung angeboten, für zwölf Monate in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Die zehn Ausbildungsverhältnisse sollen fortgeführt werden. Außerdem soll sich neben der Wirtschaftsförderung Sachsen ein Dresdner Unternehmensberater um die Nachnutzung des Standortes bemühen. Noch am Montag hatten rund 50 Beschäftigte von Margon-Mineralwasser im hessischen Bad Vilbel vor der Unternehmenszentrale des Mutterkonzerns Hassia gegen die Schließung ihres Betriebes protestiert und dem Management eine Liste mit 8000 Unterschriften aus der Burkhardswalder Bevölkerung überreicht. Der Gesamtbetriebsrat bedauere, dass er den Erhalt des Standortes nicht durchsetzen konnte, heißt es in der von Betriebsrat und Geschäftsführung unterzeichneten Erklärung. Die jetzt gefundene Lösung stelle eine Milderung der wirts chaftlichen Folgen für die Beschäftigten dar. (dpa/ksi)