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| 01:32 Uhr

Eisenbahn-Bundesamt weist Bombardier-Kritik zurück

Sicherheit geht vor – Türen und Bremsen müssen inzwischen umfangreicher als vorgesehen getestet werden. Foto: Harry Müller
Sicherheit geht vor – Türen und Bremsen müssen inzwischen umfangreicher als vorgesehen getestet werden. Foto: Harry Müller FOTO: Harry Müller
Hennigsdorf. Der Zughersteller Bombardier kann sich nach Einschätzung des Eisenbahn-Bundesamtes (Eba) wegen der verzögerten Auslieferung moderner Regionalzüge nicht auf neue Sicherheitsbestimmungen berufen. Das Unternehmen sei über die Änderungen frühzeitig informiert gewesen, sagte Eba-Sprecher Moritz Huckebrink. dpa/bl

“Die Industrie hat die Sicherheitsrichtlinie sogar mit erarbeitet.„ Der in Hennigsdorf (Oberhavel) produzierte Typ “Talent 2„ sollte bereits im vergangenen Jahr zwischen Cottbus und Leipzig rollen. Bislang ist aber bundesweit noch kein einziger dieser modernen Züge unterwegs.

Bombardier verweist weiterhin auf neue Sicherheitsbestimmungen: “Die Zulassungsregeln haben sich geändert und wir haben dementsprechend bereits laufende Prozesse angepasst„, sagte Sprecher Heiner Spannuth. Mitten im Verfahren sei eine neue Sicherheitsrichtlinie eingeführt worden. Diese sehe mehr Gutachten und Tests für Zugteile wie Bremsen, Türen und Stromabnehmer vor.

Spannuth räumte aber ein, dass Steuerungssoftware der Fahrzeuge nachgebessert werden müsse. Darauf habe das Unternehmen auch in der Vergangenheit bereits hingewiesen. Dazu der Eba-Sprecher: “Die noch offenen Punkte betreffen sicherheitsrelevante Bauteile und müssen unabhängig von der Richtlinie nachgebessert werden.„ Auch gegenüber der RUNDSCHAU hatte Huckebrink erklärt: “Der Hersteller muss die Beanstandungen Punkt für Punkt abarbeiten.„