Auf eine entsprechende Änderung am Steuerpaket hätten sich die Fraktionen von SPD und Grünen verständigt, teilte Grünen-Finanzexpertin Christine Scheel gestern in Berlin mit. Ursprünglich sollte das neue Gesetz schon rückwirkend zum 1. Januar gelten. Dies sei vorläufig vom Tisch.
Bis zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens sollen die Finanzämter demnach noch nach altem Recht über die Förderung entscheiden, erklärte Scheel. Damit erhalten auch kinderlose Bauherren jährlich maximal 2556 Euro für Neu- und 1278 Euro für Altbauten, hinzu kommen noch einmal 767 Euro pro Kind und Jahr. Voraussetzung ist, dass der Kauf- beziehungsweise Bauantrag vor der endgültigen Verkündigung der Gesetzesänderung unterschrieben wird.
Gemäß den Plänen von Rot-Grün soll die Eigenheimzulage künftig nur noch an Eltern gezahlt werden: Sie erhalten dann acht Jahre lang jährlich 1000 Euro Grundbetrag und 800 Euro pro Kind. Die Einkommensgrenze, bis zu der ein Anspruch auf die Eigenheimzulage besteht, sinkt auf 70 000 Euro für allein Erziehende und 140 000 Euro für Paare, der zusätzliche Freibetrag pro Kind liegt bei 20 000 Euro. (afp/sm)