"Mir ist in einer Fernsehübertragung aufgefallen, dass sich der Bundestrainer der Skispringer ständig an sein Ohr greift, um sich seine schlecht sitzenden Ohrhörer zu richten", erzählt Dunkel. Der 36-Jährige griff zu Stift und Papier und schrieb dem damaligen Bundestrainer Reinhard Heß. Bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City hatte Heß dann passende Ohrhörer. Die hatte Christoph Dunkel vorher mittels eines Ohrabdrucks aus Silikon gefertigt. Mittlerweile tragen 190 Wintersportler, Trainer und Betreuer des Deutschen Skiverbandes (DSV) die individuellen Ohrstöpsel aus dem Harz. Seit 2010 hat Dunkel einen Ausrüstervertrag mit dem DSV. Erst vor wenigen Monaten wurde der Kontrakt bis 2018 verlängert. Das Handwerk des Wenigeröders ermöglicht den Sportlern eine perfekte Kommunikation. Ein kleiner Anteil an den Medaillen geht somit auch immer nach Sachsen-Anhalt.