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| 02:45 Uhr

DIW-Präsident: Firmen schaffen zu wenige Jobs im Inland

Berlin. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht in den geringen Investitionen eine Gefahr für die heimische Wirtschaft. "Die großen Dax-Konzerne haben im vergangenen Jahr knapp 36 000 neue Arbeitsplätze im Ausland geschaffen, aber nur 6000 in Deutschland", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher dem Magazin "Wirtschaftswoche". dpa/kr

"Dem Standort Deutschland drohen Nachteile, wenn die einheimischen Investitionen lahmen und der Standort im internationalen Vergleich zurückfällt", ergänzte er. Die Zukunftschancen der deutschen Wirtschaft seien "bei Weitem nicht so gut, wie viele dies glauben wollen". Deutschland habe eine der niedrigsten Investitionsquoten weltweit. Die Verkehrsinfrastruktur werde schlechter, Fachkräfte seien rar und keine Firma wisse heute, wie hoch seine Energiekosten in zwei Jahren sein werden. "Das macht es sehr schwierig zu planen und setzt Anreize, eher im Ausland zu investieren", meinte Fratzscher.