Nach Unternehmensverbänden, der Energie-Wirtschaft sowie sächsischen und brandenburgischen Politikern meldet sich vor dem Abschlussbericht der Kohle-Kommission der neue Präsident des FC Energie Cottbus zu Wort. Für die Lausitzer komme es darauf an, dass ein Kohleausstieg nicht von heute auf morgen abrupt vollzogen werde, sagte Werner Fahle im RUNDSCHAU-Interview.

Nach Fahles Angaben hängt an der Kohle, über Sponsoren aus der Lausitzer Wirtschaft, auch das Wohlergehen des einzigen Profi-Fußballvereins der Region: „Wenn die Kohle hier wegbricht, dann haben wir ein dickes Problem. Dann wird es schwierig, selbst die 3. Liga zu halten.“

FCE-Präsident Werner Fahle: Sonderwirtschaftszone notwendig für Strukturwandel

Fahle, der als Ingenieur und Manager im Bergbau tätig war, spricht sich für eine Sonderwirtschaftszone aus, um den Strukturwandel in der Lausitz zu stemmen.

Im Entwurf des Abschlussberichts der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung beim Bund, der der RUNDSCHAU vorliegt, ist davon nicht die Rede. In dem Papier heißt es allerdings, dass die Lausitz „eine europäische Modellregion für den Strukturwandel werden“ solle.

Am 25. Januar Entscheidung in Berlin: Kommt der Abschlussbericht der Kohle-Kommission?

Am Freitag entscheidet sich, ob die Kohle-Kommission eine Empfehlung an die Bundespolitik zustande bekommt. Entwurf dweist noch Leerstellen auf. Jede einzelne ist von den Vertretern der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Umweltverbände und der Regionen in der Kommission hart umkämpft.

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Berlin/Cottbus