Für welche Glühbirnen gelten die Regelungen?

Für alle Standard-Glühbirnen, die im Haushalt eingesetzt werden. Das Verbot griff seit drei Jahren schrittweise für Produkte mit je mehr als 100 Watt, 60 Watt und 40 Watt - und nun sind Standard-Glühlampen mit einer Leistung von mehr als zehn Watt dran. Von 2016 an ist auch ein Großteil der Halogenlampen betroffen. Dann muss jede Lampe am Markt eine höhere Effizienz - mindestens Energieklasse B - haben.

Was sollen die EU-Regeln von 2009 bewirken?

Herkömmliche Glühbirnen sind Stromfresser. Sie wandeln nur etwa fünf Prozent der aufgenommenen Energie in Licht um, der Rest wird als Wärme abgegeben. Die Bürger sollen deshalb zur Beleuchtung ihrer Wohnungen auf Leuchtstoff- oder LED-Lampen umsteigen. Mit der Verordnung werden keine Lampenarten verboten, sondern Anforderungen an Effizienz und Tauglichkeit aufgestellt. Da viele Lampen diesen Anforderungen nicht entsprechen, müssen sie schrittweise vom Markt verschwinden.

Wie viel weniger Strom brauchen Energiesparlampen?

Sie wandeln laut Umweltbundesamt etwa 25 Prozent der Energie in Licht um und haben damit eine viel größere Ausbeute als herkömmliche Glühbirnen. Laut Stiftung Warentest spart eine dreiköpfige Familie durch den Umstieg auf Energiesparlampen rund 150 Euro Stromkosten pro Jahr, ein Single 60 Euro. Beim Austausch aller Lampen in privatem Gebrauch würde sich auch der jährliche Ausstoß von Kohlendioxid in Deutschland um rund 4,5 Millionen Tonnen verringern.

Muss ich alle Standard-Glühbirnen jetzt wegwerfen?

Nein. Alle Lampen können weiter verwendet werden und Restbestände noch verkauft werden. Die EU-Verordnung regelt nur, was künftig in den Handel gebracht werden darf. Nach Herstellerangaben ist allerdings seit Jahren auch hierzulande eindeutig ein Trend zu energiesparenden Leuchten festzustellen. Leuchtdioden (LED) sind die nächste Generation, aber derzeit in der Anschaffung noch deutlich teurer als die Leuchtstofflampen und deshalb erst über einen sehr langen Zeitraum lohnend. Dennoch erreichen einige von ihnen bei Stiftung Warentest bereits Bestnoten.

Bringen Kompaktstoffleuchten neue Umweltprobleme?

Sie enthalten geringe Mengen an giftigem Quecksilber, das beim Bruch austreten kann. Zerbrochene Leuchten sollten deshalb sehr sorgfältig und in gelüfteten Räumen aufgesammelt werden. Einige Hersteller haben das flüssige Quecksilber bereits durch gebundene Formen oder feste Amalgam-Verbindungen ersetzt. Auch gibt es Lampen mit Splitterschutz. In der Öko-Lebenswegbilanz schneiden Kompaktleuchtstofflampen neben Standard-Glühbirnen dennoch um 75 Prozent besser ab, so das Umweltbundesamt. Weil Kompaktstoffleuchten nicht in den Hausmüll dürfen, müssen sie an Sammelstellen entsorgt werden. Mittlerweile gibt es ein bundesweit flächendeckendes Netz mit mehr als 8000 Sammelstellen für ausgediente LED- und Energiesparlampen.

Wie erkennt man, welche Energiesparlampe die richtige ist?

Die Hersteller geben auf den Packungen den Stromverbrauch, die Lebensdauer, die Zeit, bis die Lampe voll leuchtet, die Umrechnung zur alten Wattzahl und die Wärme des Lichts an. Die Lebensdauer von Energiesparlampen variiert je nach Qualität und Preis nach Expertenschätzungen zwischen 1500 und 15 000 Stunden. Häufiges Ein- und Ausschalten kann sie verkürzen. Eine klassische Glühbirne brennt meist nur 1000 Stunden.

Wie funktionieren Glühbirnen und wie die neuen Lampen?

I n klassischen Glühbirnen wird ein Glühfaden aus Wolfram mit Strom so stark erhitzt, dass er Licht abgibt. Ein Gasgemisch im Glaskolben verhindert das Schmelzen des Fadens. Energiesparende Leuchtstofflampen sind mit einem elektrisch leitenden Gas gefüllt, ihre Innenseite ist mit einem Leuchtstoff beschichtet - wie eine winzige Neonröhre. Andere Varianten sind Halogenlampen (mit Glühdraht) und LED - Halbleiter, die leuchten, wenn Strom durch sie fließ t.