Davon stehen für den Brandenburger Teil 230 Millionen Euro zur Verfügung. Für die sächsische Bahn sind 385 Millionen Euro vorgesehen, ein Plus von 40 Millionen Euro im Vergleich zu 2002.
Einen Brandenburger Investitionsschwerpunkt bildet nach Angaben von Peter Debuschewitz, Chef des Ostnetzes der Bahn, der Ausbau der Strecke Berlin - Hamburg für Tempo 230 km/h. Auch die Verbindung von Berlin über Doberlug-Kirchhain - Elsterwerda nach Dresden werde weiter saniert.
Zwischen Cottbus und Berlin würden Voraussetzungen geschaffen, um im kommenden Jahr auf der Regionalexpress-Strecke zu Tempo 160 überzugehen. Dies bedeute eine Verkürzung der Fahrzeit von derzeit anderthalb auf dann eine Stunde.
In Sachsen konzentriert sich die Bahn auf die grundlegende Sanierung des Streckennetzes bis zum Jahr 2010. Damit werde sowohl den Fahrgästen als auch den etwa 18 000 sächsischen Eisenbahnern eine klare Perspektive gegeben, versicherte der Chef des Netzes Südost, Ralf Rothe.
Gebaut werde auch weiterhin an den Verbindungen von Leipzig nach Dresden sowie an der Sachsenmagistrale, wo Hochwasserschäden zu beseitigen sind. Eine Baustelle bleibe zudem die Strecke Berlin - Leipzig über Lutherstadt Wittenberg und weiter nach Erfurt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet laut Rothe die internationale Verbindung Berlin - Elsterwerda - Dresden - Prag im Abschnitt des Elbsandsteingebirges.
Insgesamt müssen in Sachsen und Sachsen-Anhalt in den nächsten Jahren 850 Millionen Euro zur Wiederherstellung der durch die Flut beschädigten Infrastruktur investiert werden. 650 Millionen Euro zahlt der Bund. (Eig. Ber./mü)