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| 01:05 Uhr

Deutschland führt bei Solarstrom

Berlin/Freiburg.. Mit 100 000 neuen Solarstromanlagen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland so viele neue Anlagen eingebaut wie nirgendwo anders auf der Welt.

Wie die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) gestern in Berlin mitteilte, konnte erstmals der bisherige Marktführer Japan überholt werden. Der Umsatz der deutschen Solarenergie-Branche stieg nach diesen Angaben um 60 Prozent von 1,3 Milliarden auf mehr als zwei Milliarden Euro. Im neuen Jahr werden wieder zweistellige Wachstumsraten erwartet.
Insgesamt wurden nach Angaben von UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig im vergangenen Jahr in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer Spitzenleistung von rund 300 Megawatt (MW) neu in Betrieb genommen. In Japan waren es Anlagen mit einer Gesamtleistung von 280 MW, gefolgt von den USA mit rund 90 MW. Derzeit sind in der Solarbranche in Deutschland rund 30 000 Menschen beschäftigt.
Der größte Solarstromproduzent Deutschlands ist die börsennotierte Freiburger Solarstrom AG (S.A.G.). Wie das Unternehmen gestern mitteilte, hat es das Augsburger Wetterdienstunternehmen Meteocontrol komplett übernommen. Die schweizerische Meteomedia AG mit ihrem Gründer, dem TV-Meteorologen Jörg Kachelmann, habe ihren Anteil an der Meteocontrol GmbH zum Jahreswechsel an das Freiburger Unternehmen verkauft, hieß es weiter. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Kachelmanns Meteomedia AG hatte zuletzt 25 Prozent an dem Augsburger Wetterdienstleister gehalten.
Die Meteocontrol war im Frühjahr 2002 gemeinsam von Kachelmann und der Solarstrom AG gegründet worden. Ziel ist die Überwachung und die Ertragskontrolle von regenerativen Energieanlagen. Die 20 Mitarbeiter von Meteocontrol erwirtschafteten im vergangenen Jahr nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 1,5 Millionen Euro.
Die S.A.G. Solarstrom AG hat 71 Mitarbeiter. Sie erzielte 2003 einen Umsatz von zwölf Millionen Euro und einen Verlust von mehr als sechs Millionen Euro. 2005 rechnet das Unternehmen mit schwarzen Zahlen. (dpa/B.M.)