Im Vergleich zum Vorquartal stagnierte das Wachstum von Oktober bis Dezember zwar, aber das Bruttoinlandsprodukt (BIP) rutschte nicht, wie Experten erwartet hatten, ins Minus. Dies berichtete das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden.
Im Ergebnis nahm die gesamtwirtschaftliche Leistung 2002 um 0,2 Prozent zu. Dies war die schwächste Zuwachsrate seit dem Rezessionsjahr 1993. Damals schrumpfte die Wirtschaft um 1,1 Prozent.
Experten sehen in den anziehenden Investitionen noch kein Signal für einen Aufschwung. Andererseits besteht nach Ansicht von Bankenvolkswirten aber auch keine akute Rezessionsgefahr. Am Dienstag hatte das Münchner ifo Institut sogar "Anzeichen auf eine Wende zum Besseren" erkannt. Die Bundesregierung geht weiterhin von einer konjunkturellen Belebung im zweiten Halbjahr aus.
Im Vergleich zum Vorjahresquartal legte das BIP zum Jahresende um 0,5 Prozent zu. Im dritten Quartal hatte es noch ein Plus von einem Prozent gegeben. Erstmals seit langem trugen am Jahresende die Bruttoanlageinvestitionen zum Wachstum bei. (dpa/rb)