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Deutsche sind scharf auf Senf aus Bautzen

Bautzen.. Der Bautz’ner Senf hat es geschafft. Nach Angaben des Unternehmens ist der ostdeutsche Klassiker auf Platz eins in Deutschland gelandet. Mit 65 Prozent Marktanteil sei die Gewürzpaste unangefochtener Spitzenreiter im Osten, gesamtdeutsch erreiche der Bautz’ner mehr als 20 Prozent.


Im vergangenen Jahr habe die Develey Senf & Feinkost GmbH mit ihrer Produktionsstätte in Kleinwelka bei Bautzen einen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro erzielt. Monatlich liefen 2,1 Millionen der Mini-Plastikbecher vom Band, im Jahr seien das 25 Millionen Becher, berichtet Werkleiter Jörg Dietlein. Aneinandergereiht würde dies eine Strecke von München nach Istanbul ergeben. Die Marke Bautz'ner gehört seit 15 Jahren zur Develey Senf & Feinkost GmbH in Unterhaching (Bayern). Das Familienunternehmen habe seither zwölf Millionen Euro investiert.
Zweischichtig füllen die 40 Angestellten den Mostrich in Bautzen ab. "An unserer Rezeptur hat sich bis heute nichts geändert. Wir haben nicht wie viele andere unsere Ware verwestlicht", sagt Dietlein. Noch immer habe der Bautz'ner Senf die natürliche Farbe der Gewürzkörner und werde mit Aromen abgerundet.
Der gelbe Mittelscharfe samt seinen schärferen oder süßeren Geschwistern ist längst von der Nordsee bis zum Bodensee in den Märkten gelistet. "Besonders in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen haben wir eine große Nachfrage", sagt Dietlein. Eine Erklärung hat der 57-Jährige dafür auch parat: Viele ostdeutsche Arbeitnehmer seien in den Süden Deutschlands gezogen. Die westdeutschen Senfliebhaber könnten geschmacklich immer dann überzeugt werden, wenn sie sich von der Farbe nicht abschrecken lassen. (ddp/sm)