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| 08:29 Uhr

Frankfurt
Deutsche Börse: Mitarbeiter unter Cum-Ex-Verdacht

Frankfurt. Die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream ist wegen der Beteiligung eines Mitarbeiters an Cum-Ex-Geschäften ins Visier der Behörden geraten. Laut "Handelsblatt" hat die Staatsanwaltschaft Köln ein Bußgeldverfahren gegen Clearstream eingeleitet. Ein Mitarbeiter der Börsentochter werde als Beschuldigter geführt, hieß es. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte sich dazu aber nicht äußern. Im September des vergangenen Jahres hatte es in der Zentrale von Clearstream in Eschborn eine Razzia gegeben.

Mit dem unter dem Namen "Cum-Ex" bekannten Vorgehen ließen sich Anleger die einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mit Hilfe ihrer Bank zweimal erstatten. Steuerexperten hatten dies lange als legalen Steuertrick erachtet. Seit einigen Jahren bewerten Ermittler und Strafverfolger "Cum-Ex" aber fast einhellig als Steuerhinterziehung. Nach Schätzungen des Bundesfinanzministeriums haben Banken und andere Verdächtige die Finanzämter um mehr als fünf Milliarden Euro erleichtert.

(rtr)