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Trotz eingefahrener Verluste
Deutsche Bank zahlt mehr als eine Milliarde Euro Boni

Einem Zeitungsbericht zufolge will die Deutsche Bank für 2017 trotz roter Zahlen mehr als eine Milliarde Euro Boni zahlen. Im Vorstand des Geldhauses habe es darüber eine kontroverse Debatte gegeben.

Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" unter Berufung auf einen hochrangigen Banker. Am Ende hätten sich die Investmentbanker mit dem Argument durchgesetzt, dass bei erneuten Bonuskürzungen die besten Leute gegangen wären. Die Deutsche Bank ließ den Bericht unkommentiert.

Die Bonuszahlungen waren bei Deutschlands größtem Kreditinstitut von 2,4 Milliarden Euro 2015 auf 500 Millionen Euro im Jahr darauf zurückgegangen. Konzernchef John Cryan verteidigte zuletzt die stärkere Rückkehr zur variablen Vergütung, obwohl das Geldhaus zu Jahresanfang bekanntgegeben hatte, 2017 zum dritten Mal in Folge keinen Jahresgewinn verbucht zu haben.

Die genaue Bilanz will die Bank am Freitag vorlegen. Einem Insider zufolge visiert der Konzern für März oder April den Börsengang ihrer Vermögensverwaltung an. Der "FAS" zufolge soll das Börsendebüt vor Ostern über die Bühne gehen. Die milliardenschwere Aktienplatzierung ist ein zentraler Baustein in der Strategie Cryans, der den Konzern schlagkräftiger machen will.

(felt)