7500 Marketing-Experten und andere Wirtschaftsvertreter verliehen dem Unternehmen bei einer Internet-Befragung der Universität Stuttgart-Hohenheim die zweifelhafte Auszeichnung. Mit der Aussage, Bahnfahrten von länger als vier Stunden seien eine Tortur, habe Bahn-Chef Hartmut Mehdorn gegen einfachste Marketing-Regeln verstoßen, hieß es gestern in einer Mitteilung der Universität. Zehn vorab ausgesuchte Kandidaten standen zur Auswahl.
Die Bahn räumte auch den zweiten Platz ab: In Werbeanzeigen, mit denen im Dezember für das neue Preissystem geworben wurde, hatte sich das Unternehmen in einer Beispielrechnung verkalkuliert. Obwohl das neue Preissystem als "logisch und transparent" angepriesen wurde, war in der Anzeige der Rabatt falsch berechnet worden.
Der Einzelhandel landete auf Platz drei. Von den Umfrage-Teilnehmern wurde vor allem kritisiert, dass viele "schwarze Schafe" im Handel die Einführung des Eurobargeldes verdeckt oder offen zu Preiserhöhungen missbraucht hätten. Dies habe Anfang 2002 zu erheblicher Verunsicherung der Kunden und infolgedessen zu Konsumzurückhaltung sowie schlechten Geschäften des gesamten Einzelhandels geführt. (dpa/B.M.)