Die Chrysler Group werde 16 neue Modelle auf die Straße bringen. Die japanische Mitsubishi Motors, an der DaimlerChrysler mit 37,5 Prozent beteiligt ist, wolle bis 2007 zwölf neue Modelle einführen.
Im laufenden Jahr wolle DaimlerChrysler sein Ergebnis deutlich verbessern, betonte Schrempp. Grundvoraussetzung für das angepeilte weitere Wachstum seien aber stabile Rahmenbedingungen in den wichtigsten Märkten. Aktuell zeichne sich leider eine Zunahme der politischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten ab. Allerdings sehe DaimlerChrysler zurzeit keine Auswirkungen auf das US-Geschäft durch die politischen Spannungen zwischen Deutschland und den USA, sagte Schrempp. Auch in Zukunft werde nicht mit negativen Effekten gerechnet.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete der deutsch-amerikanische Konzern deutlich mehr Gewinn als im Jahr zuvor. Das Konzernergebnis habe von 730 Millionen Euro auf 3,33 Milliarden Euro zugenommen, sagte Schrempp auf der Bilanz-Pressekonferenz. Das operative Ergebnis sei gegenüber 2001 von minus 1,32 Milliarden auf 6,85 Milliarden Euro ins Plus gedreht. Um Sondereffekte (Verkauf der Anteile an T-Systems und Temic) bereinigt, habe sich das operative Ergebnis mit 5,83 Milliarden Euro mehr als vervierfacht.
Vor allem die Chrysler Group habe den Zuwachs des operativen Ergebnisses beflügelt. Sie hatte 2001 noch ein Minus von 5,28 Milliarden Euro eingefahren und brachte es 2002 auf ein Plus von 609 Millionen Euro.
Beim Umsatz verzeichnete der Gesamtkonzern 2002 allerdings einen Rückgang. Die Erlöse schrumpften um 2,1 Prozent auf 149,58 Milliarden Euro. "Angesichts der wirtschaftlichen Bedingungen sind wir insgesamt mit dem Ergebnis des Jahres 2002 zufrieden", sagte Schrempp. Es sei "ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu nachhaltiger Profitabilität".
Auf Grund der deutlich verbesserten Ertragssituation werde der Hauptversammlung für 2002 eine Erhöhung der Dividende auf 1,50 Euro je Aktie vorgeschlagen. Im Vorjahr lag die Dividende bei 1,00 Euro je Anteilsschein.
Besonderes Augenmerk legt DaimlerChrysler auf die Wachstumsregion Asien. Durch das Joint Venture mit Hyundai Motor habe sich der Konzern nun auch den Eintritt in Märkte geschaffen, in denen bislang kein konkurrenzfähiges Produktangebot vorgelegen habe, sagte Schrempp. In China seien mit einer neuen Führungsstruktur die Voraussetzungen geschaffen worden, die Geschäfte zu bündeln und auszubauen.