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| 01:30 Uhr

Daimler startet mit Batterie-Produktion in Kamenz

Berlin/Kamenz. Daimler-Chef Dieter Zetsche hat sich gegen den Vorwurf zur Wehr gesetzt, die deutschen Autohersteller hätten den Trend zu Elektroautos verschlafen. „Das entspricht nicht der Realität“, sagte er am Dienstag in Berlin auf einem Kongress des „Tagesspiegels“. dapd/sm



Daimler werde noch in diesem Jahr mit Evonik im sächsischen Kamenz mit der Fertigung von Lithium-Ionen-Batterien beginnen. Diese würden in ein gemeinsames Fahrzeug von Daimler und Renault/Nissan eingebaut.

In 50 Jahren würden alle Autos kein CO{-2} mehr ausstoßen, sondern alle elektrisch fahren, fügte Zetsche an. Ob dies mit Batterien oder mit Wasserstoff geschehe, sei aber heute nicht klar.

Bei der Entscheidung für Kamenz habe das Konsortium auch Nissan-Batterien aus Japan geprüft, sich aber dagegen entschieden, sagte Zetsche. Batterien sind meist schwer und werden nur selten über große Distanzen transportiert. Im Werk Berlin-Marienfelde werde Daimler im kommenden Jahr die Produktion von Elektromotoren für Hybrid-Fahrzeuge beginnen, sagte Zetsche weiter. Wenn es keine staatlichen Kaufprämien für Elek troautos in Deutschland gebe, sei das Ziel von einer Million dieser Wagen auf den Straßen allerdings nicht zu erreichen.