Nach einem Gewinn von 1,4 Milliarden Euro 2008 sei nun ein Verlust von 2,6 Milliarden Euro erwirtschaftet worden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart mit. Da die Zahlen schwächer ausfielen als erwartet, brach der Aktienkurs ein. Vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe der Verlust 2009 bei 1,5 Milliarden Euro gelegen, nach einem Plus von 2,7 Milliarden Euro im Vorjahr. Überraschend waren vor allem die roten Zahlen im vierten Quartal. Unter dem Strich blieb von Oktober bis Dezember ein Minus von 352 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 277 Millionen Euro gerechnet. Die anziehenden Verkäufe der neuen Generationen der E-Klasse und der S-Klasse ließen zumindest die Umsätze im Schlussquartal wieder steigen. Der Erlös belief sich auf 21,3 Milliarden Euro. Aufgrund der roten Zahlen soll die Dividende für 2009 entfallen. Für 2008 hatte der Dax-Konzern die Dividende bereits auf 60 Cent je Aktie von zuvor zwei Euro zusammengestrichen. Der Ausfall des Aktionärsbonus' soll jedoch die Ausnahme bleiben. "Wir gehen davon aus, für das laufende Jahr und die kommenden Geschäftsjahre eine Dividende zu zahlen", sagte Finanzvorstand Bodo Uebber. Für 2010 werde ein positives Ebit-Ergebnis von 2,3 Milliarden Euro erwartet, da mit einer moderaten Aufwärtsentwicklung der wichtigsten Märkte gerechnet wird. Daimler rechnet mit einem Anstieg der weltweiten Autonachfrage zwischen drei und vier Prozent. Daher werde auch Daimler seine Absätze wieder steigern können. "Das vergangene Jahr brachte für Daimler große Herausforderungen mit sich", sagte Vorstandschef Dieter Zetsche. "Wir haben aber im Jahresverlauf unser Unternehmen deutlich effizienter gemacht und die Weichen gestellt, um den großen Umbruch unserer Branche nicht nur zu meistern, sondern von der Spitze weg zu gestalten", fügte er hinzu. ddp/jc