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| 08:11 Uhr

Leverkusen
Covestro profitiert von Preiserhöhungen

Leverkusen. Der Kunststoffhersteller Covestro ist überraschend kräftig ins Jahr gestartet. Der Gewinn (Ebitda) erhöhte sich im ersten Quartal um mehr als ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um mehr als fünf Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Der Kunststoffhersteller Covestro ist überraschend kräftig ins Jahr gestartet. Der Gewinn (Ebitda) erhöhte sich im ersten Quartal um mehr als ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um mehr als fünf Prozent auf 3,8 Milliarden Euro.

Die von Covestro produzierten Grundstoffe für Hart- und Weichschäume (Polyurethane) sowie für harte Kunststoffe (Polycarbonate) kommen in der Auto- und Bauindustrie zum Einsatz. Entsprechend profitiert der Konzern vom Boom dieser Branchen. Hinzu kamen Produktionsengpässe der Konkurrenz, die das Geschäft mit Polyurethanen antrieben und höhere Verkaufspreise ermöglichten. Negative Wechselkurseffekte konnte Covestro damit abfedern. "Wir sind im ersten Quartal erfolgreich gestartet und auf einem guten Kurs für das Gesamtjahr", sagte der künftige Vorstandschef Markus Steilemann, der im Juni das Ruder von Covestro-Chef Patrick Thomas übernimmt.

An der Börse konnte Covestro dennoch nicht punkten, die Aktien gehörten mit einem Minus von drei Prozent zu den größten Verlierern im Dax. Nach Einschätzung von Morgan Stanley dürfte das erste Quartal das beste in diesem Jahr sein. Für 2018 rechnet Covestro mit einem Betriebsergebnis auf dem Niveau des Vorjahres, in dem der Konzern allerdings eine Rekordbilanz vorgelegt hatte.

Covestro war 2015 vom Bayer-Konzern an die Börse gebracht worden, der noch 14 Prozent hält. Im März war das junge Leverkusener Unternehmen früher als erwartet in den Dax aufgerückt.

(RP)