Zu diesen kleinen regionalen Instituten gehört auch die genossenschaftlich organisierte VR Bank Lausitz mit Sitz in Cottbus: Sie meldet für das laufende Jahr sowohl steigende Mitgliederzahlen als auch ein wachsendes Kreditvolumen. Ihr gehörten mit Stichtag 3. November 9765 Mitglieder an – 120 mehr als Ende vergangenen Jahres. Konkrete Zahlen über das Geschäftsvolumen legt die Bank zwar erst zum Bilanzstichtag 31. Dezember vor – aber auch hier erwartet das Cottbuser Institut eine Steigerung gegenüber dem ohnehin guten Jahr 2010. Damals waren die Spareinlagen um 8,2 und das Kundenkreditvolumen um 5,3 Prozent gestiegen.

Für Vorstandsmitglied Jörg Schlipp ist das Wachstum ein Bekenntnis der Menschen zu einem regionalen Geschäftsmodell, „bei dem sie mitbestimmen können“. Mit dieser Entwicklung bestätige man einen Bundestrend: Für 2012 erwarten die 1138 Volks- und Raiffeisenbanken eine Mitgliederzahl von insgesamt knapp 17 Millionen – nach 16,7 Millionen im Dezember 2010.

Währenddessen sieht sich die VR Bank Lausitz gut abgesichert: Während die EU-Politiker von den „systemrelevanten“ Banken die Erhöhung ihres Eigenkapitals auf neun Prozent fordern, um staatliche Zahlungsausfälle überstehen zu können, verfügt das Cottbuser Institut nach eigenen Angaben schon jetzt über 8,54 Prozent Eigenkapital.