Für ihn hat Handwerk vor allem mit der Leidenschaft zu tun, sich im Beruf frei zu entfalten. Deshalb machte er den Meister, später den Bauingenieur. Der gebürtige Messestädter - Jahrgang 1956 - landete schließlich in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Leipziger Betriebs Beton- und Kühlturmbau. "Das war schon eine Herausforderung. Vor allem das fehlende Material habe ihnen zu schaffen gemacht. "Aber wir hatten viel Spaß dabei", sagt der verheiratete Vater einer Tochter.

Es wurde noch besser. "Die deutsche Einheit brachte mir ein selbstbestimmtes Berufsleben". Gröhn gründete 1990 sein Ingenieur- und Sachverständigenbüro, übernahm flugs den Dachdeckerbetrieb, in dem er einst gelernt hatte.

"Unternehmerisch tätig zu sein, war schon immer mein Traum", erzählt Gröhn, der inzwischen Chef der Leipziger Handwerkskammer ist. Diese Chance habe er genutzt. Sein Dachdeckerbetrieb wuchs rasant von zwölf auf heute 40 Mitarbeiter. "Du kannst mit Willen, Fleiß, Disziplin alles schaffen", ist er überzeugt und selbst der beste Beweis dafür.