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Wirtschaft
Chinesen wollen unser Stromnetz kaufen

Mit Stromnetzen hat der chinesische Staatskonzern Erfahrung.
Mit Stromnetzen hat der chinesische Staatskonzern Erfahrung. FOTO: Daniel Reinhardt / dpa
Berlin. Chinas größter Staatskonzern SGCC will einen Anteil am deutschen Stromnetz übernehmen. Konkret geht es um eine Beteiligung am Netzbetreiber 50Hertz, der das Übertragungsnetz in Ostdeutschland und Hamburg managt.

SGCC, der Netzbetreiber der Volksrepublik China, wird vom australischen Fonds IFM Investors 20 Prozent der Anteile an 50Hertz übernehmen, wie die Vertragspartner am Freitag bestätigten. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet. Die frühere Vattenfall-Tochter 50Hertz betreibt das Übertragungsnetz in Ostdeutschland und Hamburg. Mehrheitseigentümer ist mit 60 Prozent der belgische Stromnetzkonzern Elia, IFM hält 40 Prozent. Elia kann nach Unternehmsangaben noch ein Vorkaufsrecht ausüben und so den Chinesen zuvorkommen.

SGCC ist für einen Großteil des chinesischen Stromnetzes verantwortlich. Laut der Rangliste Fortune Global 500 ist der Konzern mit einem Umsatz von zuletzt 315 Milliarden US-Dollar hinter Walmart das zweitgrößte Unternehmen der Welt. Die Chinesen hatten sich zuletzt an einer ganzen Reihe ausländischer Netzbetreiber beteiligt, darunter in Australien, Brasilien, Griechenland und Italien.

(dpa/bob)