Die Firmen, mit denen der Ergänzungstarifvertrag vereinbart worden sei, könnten bei drohenden betriebsbedingten Entlassungen oder Kurzarbeit ihre Mitarbeiter austauschen.
Bislang gebe es einen solchen Tarifvertrag zur Arbeitnehmerüberlassung nur in der Region Braunschweig. Nach Angaben des 1. Bevollmächtigten der Chemnitzer IG Metall, Sieghard Bender, haben sechs Firmen den Vertrag unterzeichnet. Damit sei ein unkomplizierter und unbürokratischer Austausch von Arbeitsplätzen möglich. "Die Arbeitnehmer bleiben auch während ihrer Arbeitszeit bei dem aufnehmenden Betrieb im Arbeitsverhältnis mit dem entsendenden Arbeitgeber und erhalten mindestens das bisherige Monatsentgelt."
Der Geschäftsführer der Union Werkzeugmaschinen GmbH, Kurt Hermans, sagte, wenn eine Firma bei einem Auftragsrückgang nicht mehr alle Leute beschäftigen könne, müsse sie nicht gleich entlassen. Bei anziehender Konjunktur könne der Betrieb schnell wieder auf die Fachkräfte zurückgreifen. (dpa/rb)