Der 64-Jährige hatte seine Taten gestanden.

Der Börsenmakler Peregrine war im Juli vergangenen Jahres zusammengebrochen. Dabei kam ans Licht, dass Kundengelder in großem Umfang fehlten. Die Staatsanwaltschaft zählte insgesamt 13 000 Opfer - vom Spekulanten bis zum Farmer, der sich vor Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten absichern wollte. Wasendorf erklärte, ihm tue leid, was er angerichtet habe.

Wasendorf hatte damals einen Selbstmordversuch unternommen, was den ganzen Schwindel erst auffliegen ließ. Er war von Polizisten bewusslos in seinem Auto auf dem Firmenparkplatz gefunden worden. In einem Abschiedsbrief räumte er ein, systematisch Kontoauszüge gefälscht und mit dem abgezweigten Geld seine Firma am Laufen gehalten zu haben. Das sei fast 20 Jahre lang nicht aufgefallen, weil er alleine Zugang zum Konto bei der Hausbank gehabt habe.

Einige Monate vor dem Zusammenbruch von Peregrine war bereits der US-Wertpapierhändler MF Global wegen riskanter Wetten auf europäische Staatsanleihen kollabiert. Das Ganze geschah in einer heißen Phase der europäischen Schuldenkrise und verunsicherte die Anleger an der Wall Street.